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Eistauchen

4. März 2018

Cochem/Ulmen. Fast pünktlich zum Frühlingsanfang wagten sich 4 Rettungstaucher der DRK Wasserwacht Cochem noch einmal unter die Eisfläche des Ulmener Maares. Der massive Kälteeinbruch der beiden letzten Wochen ermöglichte es den Cochemer Wasserrettern nach einigen eisfreien Jahren wieder einmal einen Eistauchgang mit den Nachwuchstauchern auf das Übungsprogramm zu setzen. So traf die Tauchmannschaft am vergangenen Sonntagmorgen um 10:00 Uhr am Ulmener Maar „bewaffnet“ mit großem Eisbohrer und Säge ein. Das Übungsszenario eines eingebrochenen Schlittschuhläufers begann, nachdem man sich eine Fläche von 1,5 m² aus dem ca. 15 cm dicken Eispanzer herausgeschnitten hatte. Über eine Signalleine gesichert überwachte Karol Rehmus als Leinenführer den Tauchgang eines jeden Rettungstauchers. Erstmals konnten auch Sebastian Gödert aus Landkern und Thilo Stein aus Büchel die Herausforderung dieses nicht ungefährlichen Tauchgangs meistern. „Bei diesen Außentemperaturen ist es wichtig, den Atemregler erst unter Wasser in den Mund zu nehmen, damit sich keine Eisschicht in ihm bildet. Also rein, mit Atemregler in der Hand und sofort abtauchen!“ so die eindringliche Belehrung von Thomas Schenk, der für die Tauchausbildung in der Wasserwacht verantwortlich zeichnet. Josef Hilken musste derweil eine Zwangspause einlegen, weil sein Sicherungstaucher Thomas Schenk noch zu einem Hilfseinsatz in die Ulmener Kirche abberufen wurde. Ein Kind war während der Sonntagsmesse bewusstlos geworden und so eilte Schenk im Tauchanzug in die Kirche bis der Notarzt eintraf. Nachdem alle Taucher ihr „Können unter Eis“ erprobt hatten wurde die Scholle wieder in das Loch eingefügt und abgesperrt.

Bei den nun steigenden Temperaturen warnt die DRK Wasserwacht vor einem Betreten der auftauenden und brüchig werdenden Eisfläche!

4. März 2018 20:59 Uhr. Alter: 163 Tage